Neues Lichtkonzept für die Stadt Rietberg

 
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Straßenbeleuchtungssysteme stellen einen nicht unbedeutenden Faktor für die Gestaltung des Stadtbildes während der Abend- und Nachtstunden dar. Hierbei spielt vor allem die Anzahl und Art der Beleuchtungsanlagen und die Wahl der Aufstellungsorte eine entscheidende Rolle, um Orte während der Dunkelheit sicher und attraktiv zu gestalten.

Straßenbeleuchtungssysteme stellen einen nicht unbedeutenden Faktor für die Gestaltung des Stadtbildes während der Abend- und Nachtstunden dar. Hierbei spielt vor allem die Anzahl und Art der Beleuchtungsanlagen und die Wahl der Aufstellungsorte eine entscheidende Rolle, um Orte während der Dunkelheit sicher und attraktiv zu gestalten.

Im Rahmen der Umsetzung eines Lichtkonzeptes für den historischen Stadtkern im Jahre 2011 wurden sämtliche Straßenlampen auf LED-Technologie umgestellt und zusätzliche Beleuchtungen in der historischen Altstadt angebracht. Insgesamt 49 Brücken, Gebäude und Bäume wurden mit LED-Technik „in Szene gesetzt“ und betonen so die romantischen Fachwerkfassaden. Ein Lichtband, in den Bürgersteigen des Stadtkerns verlegt, ermöglicht auch für Personen mit Sehbehinderung eine bessere Orientierung im Stadtverkehr.

Ein weiteres Ziel der Umstellung war auch die Wartungen zu vereinfachen und eine bessere Kontrolle des kommunalen Beleuchtungsnetzes zu ermöglichen.

Daneben galt es bei der Projektumsetzung auch die Bevölkerung Rietbergs einzubeziehen. So wurde der Gesamtablauf des LED-Lichtkonzeptes für den historischen Stadtkern während der Projektlaufzeit öffentlich dokumentiert, um so ein positives Image zu schaffen und die Akzeptanz zu erhöhen.

Im Einzelnen wurden realisiert:

  • 207 neue LED-Straßenleuchten mit Lichtmanagementsystem
  • 73 LED-Strahler für Fassadenanstrahlungen mit Lichtmanagementsystem
  • 5 Router und Segment- Controller zur Realisierung der Steuerung
  • Ein Lichtleitband im Gehweg des Stadtkerns für sehbehinderte Menschen
  • Verhandlungen mit Privat-Eigentümern für ca. 40 Fassadenanstrahlungen

Herkömmliche Straßenbeleuchtungssysteme gehen Hand in Hand mit hohen Energieverbräuchen und daraus resultierenden Kosten. Die Stadt Rietberg hat bereits Ende 2009 damit begonnen sich dieser Herausforderung zu stellen und die ersten Schritte zur Umstellung auf LED-Beleuchtungssysteme eingeleitet.

Durch die Umsetzung des neuen Lichtkonzeptes wird die historische Qualität des Denkmalbereiches unterstrichen und zahlreiche stadtbildprägende Baudenkmäler und Freiraumelemente akzentuiert.

Außerdem erschaffen die Projektumsetzung und darauf folgende Auswertung Erfahrungsgrundlagen für künftige Umstellungen der Beleuchtungssysteme im restlichen Stadtgebiet.

Das Projekt wurde Im Rahmen des Wettbewerbes „Kommunen im neuen Licht“ zu 100 % durch Bundesmittel als Bundesforschungsprojekt finanziert.

Trotz marktbedingter Unsicherheiten bei der Kostenplanung, stark gestiegenen Anforderungen für die Berechnung und Ausleuchtung nach DIN EN 13201, des hohen Abstimmungsaufwands mit Hauseigentümern, Einbau-Restriktionen im Denkmalbereich und der Sensibilisierung von Bürgern in Bezug auf die höheren Leuchtstärken, konnten beachtliche Erfolge erzielt werden.
Durch die Projektumsetzung und den Austausch der Beleuchtungssysteme ist die Sicherheit und Aufenthaltsqualität während der Dunkelstunden deutlich verbessert. Dies spiegelt sich auch in der positiven Resonanz der Bevölkerung wieder.

Im Jahre 2014 wurde das Projekt im weltweiten Wettbewerb „city.people.light Award“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.


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