Landkreis Karlsruhe bereitet Weg um zeozweifrei zu werden

 

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„zeozweifrei“ heißt das Energie- und Klimaschutzkonzept, mit dem sich der Landkreis Karlsruhe zusammen mit seinen kreisangehörigen Kommunen eine gezielte Planungsgrundlage für die Steigerung der Energieeffizienz und der Erhöhung des Einsatzes von erneuerbaren Energien geschaffen hat.

Logo zeozweifrei, Landkreis Karlsruhe, ©Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe

Logo zeozweifrei, Landkreis
Karlsruhe, ©Umwelt- und
EnergieAgentur Kreis Karlsruhe

Jeder erfolgreichen Projektumsetzung geht eine fundierte Planung heraus, die Ziele und Prozessschritte definiert. In diesem Sinne wurde mit der Erstellung des vom Bundesumweltministerium über die Richtlinie zur Förderung von kommunalen Klimaschutzprojekten geförderten Klimaschutzkonzeptes „zeozweifrei“ durch den Landkreis Karlsruhe eine Grundlage für seine  zukünftigen energiepolitischen Entscheidungen geschaffen. Tatkräftige Unterstützung erhielt der Landkreis hierbei durch die Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe. Das Konzept verfolgt hierbei zwei grundlegende Ansätze. Zum einen gilt es die Energieeffizienz zu steigern und zum anderen den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Deckung des verbleibenden Energiebedarfs zu erhöhen. Schwerpunkte bei der Nutzung der Energieeffizienzpotenziale bilden die Themenkomplexe Gebäude und Verkehr.

Wappen Landkreis Karlsruhe, ©Landkreis Karlsruhe

Wappen Landkreis Karlsruhe,
©Landkreis Karlsruhe

Der Landkreis Karlsruhe legte im Rahmen der Konzepterstellung besonderen Wert darauf, die 32 kreisangehörigen Städte und Gemeinden mit einzubinden, um die Akzeptanz der Kommunen zu steigern, fundierte Planungsgrundlagen zu schaffen und somit in verstärktem Maße künftige Projekterfolge sicher zu stellen. Hierzu wurde die Vorgehensweise der Konzepterstellung in zahlreichen Gremien wie Bürgermeisterversammlungen oder Gemeinderatssitzungen vorgestellt. Beteiligt wurden hierbei auch regionale Energieversorger, die Kreishandwerkerschaft sowie die Handwerks- und Architektenkammer.

Die Einbeziehung einer derartigen Anzahl von Kommunen für die Konzepterstellung birgt auch Herausforderungen, wie beispielsweise die hohe Anzahl unterschiedlicher Datengrundlagen. Diese galt es im ersten Schritt zu detaillieren, um einen Standard zu schaffen und eine kommunenübergreifende Betrachtungsweise zu ermöglichen. Neben Vor-Ort-Erhebungen und Daten von Umwelt- und Forstbehörden sowie des Statistischen Landesamtes, nutzte der Landkreis auch Geobasisdaten. Mittels Laserscan-Daten wurden für alle Gebäude im Landkreis Geometriedaten wie Neigung, Ausrichtung und Größe eines Daches abgeleitet. Hierdurch konnten Rückschlüsse auf nutzbare Solarpotenziale für PV-Anlagen gezogen werden. Darüber hinaus wurde mittels weiterer geometrischer Daten wie Gebäudehöhe, -baujahr- und –typ der Wärmebedarf einzelner Gebäude ermittelt. Auf Basis dieser Daten wiederum lassen sich Wärmezonen sowie Potenziale für die Errichtung von Nahwärmenetzen innerhalb der 32 Kommunen bestimmen. Ebenso wurden aus einem digitalen Geländemodell Geländestrukturen wie Wald- und Ackerflächen erfasst, um Potenziale für die Nutzung von Biomasse zu ermitteln.

Durch die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes „zeozweifrei“ hat der Landkreis Karlsruhe eine Grundlage für seine energiepolitischen Entscheidungen und die seiner kreisangehörigen Kommunen geschaffen. Als Ergebnis des Konzeptes zeigte sich auch, dass der Energiebedarf des Landkreises sich vollständig aus erneuerbaren Energien decken lässt. Hierbei kann durch die gezielte Nutzung von Solarenergie, Erdwärme, Biomasse, Wind, Wasser und Abwärme im Jahresdurchschnitt mehr Energie erzeugt werden als zur Deckung des Bedarfs notwendig ist.

Insgesamt betrachtet liefert das Konzept nicht nur dem Landkreis konkrete Handlungsmöglichkeiten für Klimaschutzaktivitäten, sondern auch den kreisangehörigen Kommunen. Diese erhalten sowohl die Ergebnisse für den gesamten Landkreis als auch kommunenspezifische Daten, welche auf Gemeindeebene anschaulich kartografisch aufbereitet und über das Internetportal www.zeozweifrei.de öffentlich zugänglich sind. Somit können auch Bürger/-innen direkt hiervon profitieren und sich beispielsweise darüber informieren, ob sich ihr Dach für die Errichtung einer Solaranlage geeignet ist.

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