Klimaschutz macht Schule

 
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Seit 1998 ist das Thema Klimaschutz macht Schule ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Klimaschutzaktivitäten der Stadt Gelsenkirchen. Die Idee zum Projekt wurde entwickelt, um durch Sensibilisierung, Motivation und Aufklärung das NutzerInnenverhalten bei SchülerInnen, LehrerInnen, Hausmeistern und Eltern zu verändern und damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz insgesamt zu erreichen.

Das vom Referat Umwelt federführend betreute Projekt ist von Anfang an ein Instrument zur Senkung des Energieverbrauchs an Schulen. Hierdurch werden Energieressourcen geschont, Schadstoffemissionen verringert und der städtische Haushalt entlastet. Daneben vermittelt das Projekt Schlüsselqualifikationen (z. B. Team-, Problem- und Kommunikationsfähigkeit), bereichert die Unterrichtsqualität in den beteiligten Schulen und steigert die Handlungskompetenz der Schüler, da sie die Möglichkeit haben, selbst im Sinne des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung aktiv zu werden. Vor allem die Verhaltensänderungen der NutzerInnen sollen zu Energieeinsparungen führen. Dabei entwickeln die beteiligten Schulen jeweils eigene Strategien.

Projektziel ist es, auf umweltpädagogischer beziehungsweise umweltpsychologischer Ebene alle genannten Beteiligte (Kinder und Jugendliche, LehrerInnen, Hausmeister, Eltern) zu klimaschonendem und energiesparendem Verhalten zu motivieren.

Inzwischen hat sich das Projekt bei 50 Schulen konsolidiert und ist besonders im pädagogischen und motivationspsychologischen Bereich sehr erfolgreich. 

Im Jahre 2006/2007 wurde eine Änderung der Verfahrensweise bei der Prämienausschüttung notwendig, da eine präzise Berechnung der Energieverbräuche aller mittlerweile im Projekt befindlichen Schulen personell nicht mehr leistbar war.

Die Zäsur, die sich aus der Umänderung in ein sogenanntes „pädagogisches Prämiensystem“ ergab, hat allerdings dazu geführt, dass sich nur noch wenige Schulen „aktiv“ beteiligten.

Aus diesem Grunde wurde im November 2008 beschlossen im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) einen Förderantrag für eine externe Begleitung zu stellen.

Durch die beratende Begleitung eines externen Beratungsbüros sollte das Projekt auf die Teilnahme von 50 Schulen ausgebaut werden, um so gleichzeitig das angestrebte Ziel der bundesweiten Initiative erfüllen zu können, nämlich weitere Potenziale zur „Emissionsminderung in größerem Rahmen“ zu erschließen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der Projektträger Jülich haben die „Beratende Begleitung zur Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes ‚Klimaschutz macht Schule’ in der Stadt Gelsenkirchen“ unter dem Förderkennzeichen 03KS0323 in der Zeit vom 01.09.2009 bis zum 31.08.2012 gefördert.

  • Die Beauftragung von schuleigenen Energiebeauftragten und die Einbindung der Hausmeister tragen zum erfolgreichen Verlauf des Projektes bei.
  • Die von den Schulen selbstgewählte Aufsplittung der eigenen Prämie trägt dazu bei, dass zumindest 50 % dieser Belohnung wieder in den Klimaschutz reinvestiert werden.
  • Die externe Beraterfirma entlastet das eigene Personal und verursacht nach dem gewählten Verteilungsmodus (s. Torten-Diagramm) keine Kosten.

Das Projekt „Klimaschutz macht Schule“ ist kostenneutral. Die hinzugezogene Beraterfirma bekommt 30 % der (witterungs-)bereinigten Einsparungen, 40 % werden in den beteiligten Schulen reinvestiert und 30 %  werden als Prämie an die beteiligten 50 Schulen ausgeschüttet.

Träger des Projektes ist das Referat Umwelt als federführende Instanz gemeinsam mit dem Referat Hochbau und Liegenschaften und dem Referat für Erziehung und Bildung.

Akteure und zugleich Zielgruppe sind die SchülerInnen, LehrerInnen, Hausmeister und Eltern der beteiligten 50 Gelsenkirchener Schulen, wobei den Energiebeauftragten LehrerInnen der jeweiligen Schule und den Hausmeistern im Arbeitskreis Klimaschutz eine besondere Verantwortung zufällt.

CO2-Einsparungen: 200 - 260 t/a
Kosteneinsparungen: 75.000 - 96.000 Euro/a

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