Das Schulprojekt abgedreht?!

 
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Das Energiespar-Projekt „abgedreht?!“ für Oldenburger Schulen wurde bereits 1997 eingeführt. Das Projekt basiert auf einem Prämiensystem, mit dem ein Anreiz zu einer möglichst dauerhaften Senkung der Energie- und Wasserverbräuche geschaffen werden soll, alleine durch energiesparendes Verhalten und kleininvestive Maßnahmen. Von den so ersparten Energiekosten erhalten die Schulen 60% als Energiesparprämie. Zusätzlich können Aktionsprämien für Energie- und Klimaschutzprojekte ausgeschüttet werden. An „abgedreht!?“ nehmen aktuell (2016) 34 Oldenburger Schulen teil.

Als 1997 der Startschuss für das Projekt "abgedreht!?" fiel, war die Stadt Oldenburg einer der Vorreiter schulischer Energiesparprämienprojekte. In den ersten Jahren waren die Einsparungen erheblich und die Prämien dementsprechend hoch. Durch Nutzungsumstellungen, energetischen Sanierungen, Heizungsaustausch und bereits angepassten Verhalten wurde es mit der Zeit zunehmend schwieriger eine angepasste Prämienermittlung durchzuführen.

In die Prämienbewertung wurden daraufhin Aktionen mit aufgenommen, die die Schulen zum Thema Energiesparen veranstalteten (z.B. Projekttage). Aktuell haben 34 Schulen einen Energiesparvertrag abgeschlossen. Er beinhaltet gleichzeitig Regeln im Sinne einer verbindlichen Projektstruktur mit Energieteams. Die Höhe der Energiesparprämie beträgt ab 1.1.2017 60%, zusätzlich können Schulen eine Aktionsprämie von bis zu 2.000 Euro erreichen, wenn das Energiesparergebnis positiv ist.

Die Einsparergebnisse und Energiesparprämien 2015
Abzüglich der Einsparungen auf Grund baulicher Maßnahmen und unter Einbeziehung der Nutzungsänderungen (Fremdnutzung, Schülerzahlen) konnte eine Einsparung von rd. 170.000 Euro, das entspricht circa 4% der städtischen Gesamtkosten, erreicht werden. Die Energiesparprämie betrug rd. 70.000 Euro.

Das Nutzerverhalten spielt bei den Energieverbrächen eine bedeutende Rolle. Mit dem Projekt "abgedreht!?" ist es den Schulen möglich, an den erzielten Energieeinsparungen zu partizipieren. Energiesparendes Verhalten lernen, Multiplikatorfunktion. Beitrag zum Klimaschutz im Rahmen der Umsetzung des städtischen Klimaschutzleitbildes.

  • Attraktive Prämien, Fachliche Betreuung der Schulen (Detailinformationen zum Projekteinstieg, mögliches Einspar-/Prämienpotenzial),
  • „Energie-Rundgang“, Optimierung Heizungsbetrieb, Ursachenforschung bei überhöhtem Energieverbrauch
  • Durchführung von Kurzzeitmessungen zum Energieverbrauch
  • Handlungsempfehlungen zum Energieeinsparen ohne Komfortverlust
  • Material zur Vorbereitung und für Unterrichtseinheiten/Projekte
  • Verleih verschiedener Messgeräte (Strom, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Wasserdurchfluss)
  • Bewertung der Energie- und Wasserverbräuche,
  • begleitende Bildungskursangebote durch RUZ, Jährliche Info-Veranstaltungen für Schulen und Urkunden (mit Bewertungs-Smilies)

Perspektiven: Fortsetzung und Ausbau des Projektes auf weitere Schulen ist ständiges Ziel; Faktoren der Nicht-Teilnahme sind aber vielfältig; grundsätzlich wird „abgedreht“ flächendeckend begrüßt.

Finanzierung durch Stadt Oldenburg.

Träger, Akteure, Verantwortliche: Städtische Schulen (Lehrerer, Schüler, Hausmeister) und städtische Klimaschutzstelle im FD Umweltmanagement.

Kooperationen: Teilnehmende Schulen der Stadt Oldenburg, Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) der Stadt Oldenburg (Unterstützung der umweltpädagogischen Arbeit)

 

Der bewusste Umgang mit Umgang mit Energie und der Aufwand der Energieerzeugung werden durch das Projekt verstärkt und verankert.

Einsparungen der Stadt Oldenburg im Zeitraum 1997 bis 2015 2.731.615 Euro. Davon wurden 1.633.714 Euro als Prämien an die teilnehmenden Schulen ausgezahlt. Die Entlastung des städtischen Haushaltes für den genannten Zeitraum beträgt somit 988.607 Euro.

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