Kollektivanlage am Bahnhof Holten erstellt

 
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Am Bahnhof Oberhausen-Holten an der DB-Strecke Oberhausen – Emmerich wurde im Zuge der Erstellung eines Verknüpfungspunktes (Schienenverkehr, ÖPNV, PKW, Krafträder, Fahrräder und Fußgänger-/innen) auch die die Möglichkeit geschaffen, Fahrräder sicher und überdacht unterzustellen.

Am Bahnhof Oberhausen-Holten an der DB-Strecke Oberhausen – Emmerich wurde im Zuge der Erstellung eines Verknüpfungspunktes (Schienenverkehr, ÖPNV, PKW, Krafträder, Fahrräder und Fußgänger-/innen) auch die die Möglichkeit geschaffen, Fahrräder sicher und überdacht unterzustellen.

Zur neuen Bike&Ride-Anlage zählen, neben fünf modernen großen Einzelboxen, auch ein zweigeteiltes, überdachtes Fahrradabstellhaus. Hier kann man auf einer Seite sein Rad an einem der neun Bügel abstellen und mit einem Schloss sichern. Dabei ist der Platz so großzügig bemessen, dass an jedem Bügel zwei Räder gesichert werden können. Auf der anderen Seite findet sich ein vergitterter Raum, der nur mit einer Zugangsberechtigung betreten werden kann. In diesem vergitterten Raum befinden sich weitere 30 Abstellplätze im sogenannten Doppelstock-Fahrradparksystem. Selbst E-Bikes können hier geparkt werden. Diese Räder mit einem Gewicht zwischen 20 und 25 kg sind beim Parken nicht leicht zu handhaben. Da die Auffahrrampe hydraulisch unterstützt wird, kann der Halter sie jedoch relativ leicht sogar ins „Obergeschoss“ der Kollektivanlage schieben. Der Platz ist so groß bemessen, dass kein Gedränge entsteht und Parkvorgänge bequem und unfallfrei abgeschlossen werden können.

Der Zugang erfolgt nicht über Schlüssel wie bisher, sondern geschieht über den RFID-Chip derISIGO® Management Steuerung auf der Monatskarte des VRR (z. B. Ticket 2000) oder auch eine eigens vom Hersteller des Schließsystems zur Verfügung gestellten neuen Karte. Dies birgt die Möglichkeit für kürzere Zeiträume einen Stellplatz zu mieten. Für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand muss eine Gebühr erhoben werden. So kostet der Stellplatz in der „Kollektivanlage“ 50,00 €/Jahr bzw. 5,00 €/Monat, die Boxen 80,00 €/Jahr oder 8,00 €/Monat. Die Anlage ist so angelegt, dass ihre Kapazität bei anhaltender Nachfrage auch noch erweitert werden kann.

Drei Leuchten sorgen für angemessene Beleuchtung bei Dunkelheit, gesteuert durch Bewegungsmelder, damit nur dann Strom verbraucht wird, wenn dies wirklich nötig ist. Die LED Lampenerzeugen 12.000 Lumen Licht bei einem sehr geringen Verbrauch von 135 Watt.

Durch die Gitterstruktur ist alles einsichtig und überschaubar, so dass es keine Verstecke oder uneinsichtige Stellen gibt. Die Vermeidung von Angsträumen war vor allem wegen des früher starken Vandalismus an diesem Standort ein wichtiges Anliegen der Planung.

Sowohl die Boxen als auch die Einstellplätze in der „Kollektivanlage“ werden von der Radstation im Hauptbahnhof Oberhausen betrieben.

Die Kollektivanlage am Bahnhof Holten stellt einen wichtigen Beitrag für eine fahrrad- und damit auch klimafreundliche Stadt Oberhausen dar.

Hintergrund für den Bau einer Fahrradanlage war einerseits das Ziel der Stadt Oberhausen, die Attraktivität des alltäglichen Fahrradverkehrs zu steigern, es lagen aber auch zahlreiche Beschwerden von Rad-Pendlern über Vandalismus und Diebstahl ihrer Räder vor. Die dort bisher vorhandenen Einzelboxen reichten schon seit einiger Zeit nicht mehr aus, um der Nachfrage an sicheren und komfortablen Einstellplätzen gerecht zu werden.

Um den Radverkehr zu forcieren ist es nötig, neben guten Radwegen auch gute und sichere Abstellanlagen für die Räder, welche unter Umständen immer hochpreisiger werden (man denke nur an e-bikes), zu schaffen. Nicht nur an Verknüpfungspunkten sondern auch in Innenstädten, an zentralen Standorten, in Wohnbereichen, etc.

Folgende Varianten und Aufwertungen für eine Kollektivanlage der Zukunft wären möglich und werden durch die Stadt geprüft:

  • Installation einer Solaranlage auf dem Dach der Anlage, evtl. in Kombination mit einer Ladestation.
  • Einbau von Schließfächern
  • Übertragung des Modells auf andere zentrale Standorte im Stadtgebiet.
  • Standorte für kleinere Einheiten in Wohngebieten als Ersatz für den fehlenden „Kellerparkplatz“
  • Kleinere Einheiten von 10 – 15 Fahrrädern, damit der Personenkreis mit Zugang nicht zu groß wird. Eine modulare Bauweise der Anlage könnte dazu führen, dass auch die Kosten dafür gesenkt werden. 
  • Kurzfristiges Mieten per Handy nur für bestimmte Tage. Man könnte Mieträder unterstellen und so ganz problemlos spontan von einer Stadt zur anderen fahren.
  • Einbeziehung betrieblichen Mobilitätsmanagements, z.B. durch Fahrradpools für Firmen und entsprechende Kooperationsprojekte.
  • Kombination mit Projekten der Elektromobilität: Rund um die Kollektivanlagen können Mietstationen für Elektroautos entstehen, die man im Rahmen von Carsharing nutzen könnte.

Bei der Fahrradabstellanlage handelt es um ein Pilotprojekt mit Unterstützung des Verkehrverbunds Rhein-Ruhr (VRR), welches mit Mitteln des Landes NRW gefördert wurde. Es sollen Erfahrungen gesammelt und eine Einschätzung ermöglicht werden, unter welchen Rahmenbedingungen solche Anlagen auch an anderen Standorten vorteilhaft wären.

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