Klimaanpassung durch die Renaturierung von Fließgewässern in Arnsberg

 
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Die Stadt Arnsberg (73.000 Einwohner) ist auf Grund ihrer Lage und Stadtstruktur die am stärksten vom Hochwasser betroffene Kommune an der Ruhr. 2007 verursachten zwei lokale Starkregenereignisse im Abstand von 10 Tagen erhebliche Schäden in verschiedenen Teilen des Stadtgebietes.

Die Stadt Arnsberg  (73.000 Einwohner) ist auf Grund ihrer Lage und Stadtstruktur die am stärksten vom Hochwasser betroffene Kommune an der Ruhr. 2007 verursachten zwei lokale Starkregenereignisse im Abstand von 10 Tagen erhebliche Schäden in verschiedenen Teilen des Stadtgebietes.

Projektstart: 2003
Laufzeit: fortlaufend

Die mit den Renaturierungen verbundenen Laufaufweitungen an Ruhr, Röhr, Möhne und kleineren Bachläufen führen zu teils deutlichen Absenkungen der Hochwasserstände und reduzieren so die Hochwassergefahr im Stadtgebiet. Somit sind die Gewässer nunmehr besser auf die prognostizierten Gefahren des Klimawandels im Sauerland (erhöhte Niederschläge in den Wintermonaten und Zunahme der lokalen Starkregenereignisse in den Sommermonaten) vorbereitet.

Die Renaturierungen fördern die eigendynamische Entwicklung an den Gewässern und bewirken eine deutliche ökologische Aufwertung der Fließgewässer. Entsprechende Untersuchungen belegen den Erfolg der Maßnahmen.

Die Menschen vor Ort profitieren vom neuen, naturnahen Erscheinungsbild der Ruhr und ihrer Zuflüsse, das zu Naturerleben und Naherholung einlädt.

Die Stadt Arnsberg hat inzwischen allein die Ruhr auf einer Länge von mehr als 12 km renaturiert. Insgesamt wurden an den Gewässern im Stadtgebiet ca. 45 Bauabschnitte umgesetzt.

Für die Durchführung der Renaturierungsmaßnahmen hat die Stadt Arnsberg in den vergangenen Jahren verschiedene Auszeichnungen erhalten.

Kooperationen
Wasser- und Landschaftsbehörden, ehrenamtlicher Naturschutz, Anglervereine im Stadtgebiet als zuständige Genehmigungsbehörden.

Die Gewässer in der Stadt Arnsberg, insbesondere die Ruhr und Möhne, waren über weite Strecken naturfern ausgebaut. Zudem ist die Stadt Arnsberg aufgrund ihrer Lage und Stadtstruktur potenziell die am stärksten vom Hochwasser betroffene Kommune an der Ruhr.

Auf Basis dieser Ausgangssituation hat der Rat Stadt Arnsberg entschieden, zunächst die Hochwassergefahren in den kritischen Bereichen durch die Renaturierung insbesondere an der Ruhr zu entschärfen und so die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Auf technischen Hochwasserschutz soll soweit wie möglich verzichtet werden.

Ca. 12.8 Mio. Euro, davon 80% aus Fördermitteln der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Der städtische Eigenanteil in Höhe von 20% wird als ökologische Ausgleichsmaßnahmen in das Ökokonto der Stadt Arnsberg eingebracht.

Die Renaturierungen der Ruhr und weiterer Gewässer in Arnsberg fördern die eigendynamische Entwicklung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz. Mit den Maßnahmen bereitet sich die Stadt Arnsberg auf den prognostizierten Klimawandel vor. Zudem wurde das Landschaftsbild aufgewertet und die Lebensqualität in der Stadt spürbar angehoben.

Die ökologische Situation der Gewässer im Stadtgebiet konnte deutlich verbessert werden. Die Stadt Arnsberg hat in der Zwischenzeit alle Maßnahmen aus dem Maßnahmenkatalog der WRRL abgearbeitet.

Die Hochwassersituation konnte in verschiedenen Abschnitten der Ruhr deutlich reduziert werden. Für mehrere Wohnbauflächen und Gewerbegebiete konnte der vorläufigen Sicherstellung des Überschwemmungsgebietes der Ruhr 2015 eine Einbeziehung in das Überschwemmungsgebiet vermieden werden.

Die technischen hochwasserschutzmaßnahmen fallen deutlich geringer aus, als ursprünglich erforderlich. Zusätzlich profitieren die Menschen vor Ort vom aufgewerteten Landschaftsbild und attraktiven Naherholungsbereichen.


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