Maxi-Vorteile durch Mini-Blockheizkraftwerke: KWK-Inno.Net Krefeld

 

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In Krefeld sollen Blockheizkraftwerke (BHKW) in einem virtuellen Kraftwerk so intelligent vernetzt werden, dass auf lokaler Ebene alle Beteiligten – Mieter inbegriffen – davon profitieren.

In Krefeld sollen Blockheizkraftwerke (BHKW) in einem virtuellen Kraftwerk so intelligent vernetzt werden, dass auf lokaler Ebene alle Beteiligten – Mieter inbegriffen – davon profitieren.

Bislang wurden BHKW in kleinen bis mittelgroßen Gebäuden bei möglichst kleiner Anlagenauslegung wie eine Art „Grundlastwärmeerzeuger“ für möglichst viele Stunden im Jahr unter Volllast betrieben. Diese Einschränkung wird beim virtuellen Stadtkraftwerk in Krefeld überwunden. Hier steht nicht mehr allein der Wärmebedarf des Hauses im Vordergrund, sondern das Konzept einer „wirtschaftlich orientierten Betriebsführung“. Zukünftig sollen dort dezentrale Mini-KWK-Systeme mithilfe intelligenter Technik in die Gebäudeenergieversorgung, zugleich aber auch wirtschaftlich in den Energiemarkt integriert werden, um durch optimale „Fahrweise“ für alle Beteiligten ein Maximum an Vorteilen zu erzielen.

Es wird nicht nur die benötigte Wärme für beispielsweise ein Wohngebäude erzeugt, sondern auch Strom für die Mieter des Hauses bereitgestellt. So haben diese die Möglichkeit, den KWK-Strom, der direkt in ihrem Haus produziert wird, zu beziehen. Durch dieses Mieterstrommodell fallen keine Kosten für den Transport des Stroms durch das öffentliche Stromnetz sowie fast keine Steuern und Umlagen an, was in einem Strompreis resultiert, der deutlich unter dem eines Strombezugs allein aus dem öffentlichen Netz liegt.

Für den regionalen Energieversorger als Betreiber kann dieses Konzept zum selbsttragenden Geschäftsmodell werden.

In Krefeld, ist unter der Bezeichnung „KWK-Inno.Net Krefeld“ ein Modellversuch mit zwei Erstanlagen gestartet. Das Besondere am Krefelder Modell ist die wirtschaftlich optimierte Betriebsführung, die jedoch immer erst ab dem Moment von den Anlagenkomponenten umgesetzt wird, wenn die lokale Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Das intelligente Wärme-Management-System berücksichtigt unterschiedlichste Einflussgrößen wie die aktuellen Strom- und Wärmeverbräuche, aber auch die Gas- und Strompreise für einen wirtschaftlich optimalen „Kraftwerksbetrieb“. Auch der Einsatz dezentraler Wärmespeicher hilft, die Versorgungssicherheit und Flexibilität auf der Wärmeseite zu erhöhen. Hinter diesem Modellversuch steckt die erfolgreiche Teilnahme der Stadt Krefeld unter Einbindung verschiedener Projektpartner am Landeswettbewerb „KWK Modellkommunen NRW“. Dieser wird von einer Leitstelle bei der EnergieAgentur.NRW begleitet. Aufgrund der angewendeten Methoden lässt sich dieses innovative Konzept auch auf weitere Kommunen und Regionen in NRW übertragen. Ein besonderes Übertragungspotenzial bietet das Konzept gerade auch für dünner besiedelte Regionen, wo sich die Investition eines Fernwärmenetzes nicht rechnet.

Projektdaten

Betreiber: SWK Energie GmbH, ein Unternehmen der SWK STADTWERKE KREFELD AG
Leistung BHKW: 5 - 50 kWel

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