Landstrom - Smarte Energie für Schiffe

 
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Die Dieselabgase der Rheinschiffe belasten die Kölner Luft mit Schadstoffen und Feinstaub und das Klima mit einer nennenswerten Menge an CO2. Ein Teil davon entsteht aber nicht während der Fahrt, sondern während die Schiffe vor Anker liegen. Denn ihre Generatoren müssen auch dann laufen, um den nötigen Strom zu erzeugen. Seit 2015 sorgt hier ?Landstrom? für Abhilfe. Ein großer Teil der Anlegestellen im Kölner Hafengebiet ist bereits mit einheitlichen Stromanschlüssen ausgestattet. Dort können während der Liegezeiten die Schiffsdieselmotoren abgestellt werden.

Das Projekt "Landstrom" ist Teil der Initiative SmartCity Cologne, die gemeinsam von der Stadt Köln und der RheinEnergie getragen wird. Sie hat das Ziel, innovative Technologie für den Klimaschutz zu testen, Erneuerbare Energien zu fördern und die Energieeffizienz zu verbessern.

Die Dieselabgase der Rheinschiffe belasten die Kölner Luft mit Schadstoffen und Feinstaub und das Klima mit einer nennenswerten Menge an CO2. Ein Teil davon entsteht aber nicht während der Fahrt, sondern während die Schiffe vor Anker liegen. Denn ihre Generatoren müssen auch dann laufen, um den nötigen Strom zu erzeugen. Hier sorgt "Landstrom" für Abhilfe: Seit dem Jahr 2015 stattet die RheinEnergie nach und nach einen großen Teil der Anlegestellen entlang des Rheins mit einheitlichen Stromanschlüssen (Schiffs-TankEn) aus. Mittlerweile ist im Rheinauhafen, am Leystapel, im Hafen Niehl und im Hafen Deutz ein Netz von 31 Schiffstankstellen entstanden – elf für Frachtschiffe, 20 für Fahrgastkabinenschiffe. Dort können während der Liegezeiten die Schiffsdieselmotoren abgestellt werden.

Die ersten Landstrom-Anlagen wurden im traditionellen Kölner Rheinauhafen im Januar 2015 in Betrieb genommen. Weitere Anlagen befinden sich im Bereich des Schokoladenmuseums und im Hafen Niehl. Rechtsrheinisch wurde die erste Anlage in diesem Jahr eingangs des Deutzer Hafens in Betrieb genommen.

Reeder nehmen das Angebot gerne an: Die Schiffs-TankEn für Fahrgastkabinenschiffe werden ab dem Jahr 2018 das Rundum-Sorglos-Paket bieten: Am Anleger werden die Schiffe mit Strom, Trinkwasser und – dank der Zusammenarbeit mit NetCologne – mit einem Internetanschluss versorgt.

In 2015 konnten auf diese Weise im Kölner Stadtgebiet ca. 2.800 Tonnen CO2 eingespart werden.

Mit den Ladestellen lassen sich rund 400 bis 800 Tonnen CO2 im Jahr einsparen – vorausgesetzt, alle in Köln anlegenden Fahrgastkabinenschiffe nutzen dieses Angebot. SmartCity Cologne wirkt sich aber auf alle Lebensbereiche in Köln aus:

Die Stadt Köln will den Klimaschutz als Aufgabe der Daseinsvorsorge verstanden wissen und Köln für die Bürgerinnen und Bürger dadurch noch lebenswerter machen. Da in den Kölner Innenstadtbereichen verhältnismäßig viele Menschen wohnen und Köln ein bedeutender Logistikstandort für die Binnenschifffahrt und den Güterumschlag ist, setzt das Projekt daher auch wichtige Impulse für den Umweltschutz in Köln, darunter vor allem für die Luftreinhaltung und den Lärmschutz.

Durch die Nutzung von Schiffstankstellen können die Stickoxid-Emissionen um bis zu 500 Kilogramm im Jahr gesenkt werden.

Für den weiteren Ausbau des Schiffs-TankE-Netzes in ganz Köln sind zwei Millionen Euro Fördergelder im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderprogramms des Bundes bewilligt worden.

Kooperationspartner ist die RheinEnergie AG.

Um den Landstrom in Zukunft noch klimaschonender zu gestalten, prüft die RheinEnergie derzeit den Einsatz von Ökostrom an den Schiffs-TankEn. Immerhin benötigt jedes Schiff, das anlegt, in acht bis zehn Stunden so viel Strom wie ein Vier- bis Fünf-Personen-Haushalt im Jahr.

Der Kölner SmartCity-Landstrom wurde Projekt der KlimaExpo.NRW.


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