Klimabildung durch Bobby-Car Solarmobile an der Realschule Lichtenau

 
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Im Jahr 2017 nahm die Realschule Lichtenau mit ihrem „Realschule Racing Team“ zum ersten Mal am Bobby-Car-Solar-Cup des Vereins Energie Impuls OWL teil, der von den regionalen Arbeitsämtern, dem VDI und den Stadtwerken Bielefeld organisiert wird. Ziel ist es, jungen Menschen Berufe im Bereich der erneuerbaren Energien schmackhaft zu machen und einen gelungenen Übergang von Schule und Beruf zu gewährleisten.

Auf Initiative des Klimaschutzmanagers der Stadt Lichtenau, Günter Voß, haben die Techniklehrer Stefan Dreyer und Frank Fredersdorf ein hochmotiviertes und engagiertes Team zusammengestellt. Herr Dreyer, der gleich „Feuer und Flamme“ für dieses Projekt war, freute sich auch darüber in Lichtenau ein Heimspiel zu haben. Er sorgte auch gleich für die technische Unterstützung, die von der Firma Benteler GmbH aus dem Stadtteil Kleinenberg kommt.

Die Boxen Crew, bestehend aus Marcel Steffens, Justin Grote, Felix Kurte, Robin Portsteffen, Roman Niggemeyer, Johannes Scherpel, Sebastian Lübbers und Fabian Sicken wird in den nächsten Monaten das Beste geben, damit das handelsübliche Kinderspielzeug zu einem Rennwagen ausgebaut wird und dann eher nach Formel 1 aussieht.

Etwa 1.000 Euro kosten die Technikpakete, bestehend aus einem Elektromotor, zwei Akkus und einem Solarpanel, das auf einem Anhänger gezogen wird. Das Set des „Realschule Lichtenau Racing Teams“, wird von den Stadtwerken Lichtenau finanziert. Geschäftsführer Hermann Dickgreber hält viel von diesem Wettbewerb und ist überzeugt, dass „Jugendliche dadurch stark motiviert werden, technische Berufe zu ergreifen“.

Die Stadtwerke Lichtenau unterstützen der Förderverein der Realschule schon seit Jahren und in dieser zusätzlichen Förderung sieht er eine gute Investition in die Zukunft.

Der Solar Cup ist dabei mehr als nur eine reine technische Spielerei: Der Klimaschutzmanager Voß betont, dass Umwelt und  Klimaschutz „ eines der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte“ sei und betont die Wichtigkeit von alternativen, nicht fossilen Antrieben.

In Lichtenau stehen bereits 210 Windkraftanlagen, die 500 Megawatt Energie erzeugen. Viele größere und kleine Firmen aus den Bereichen der erneuerbaren Energien sind rund um das Technologiezentrum ansässig geworden und haben einen hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Um den Konkurrenzdruck mit den sogenannten „White Color Worker“ zu entschärfen wird hier bereits auf Schulebene versucht die „Blue Color“ Berufe hervorzuheben und für die vielseitigen Bereiche einer technischen Ausbildung zu werben.

Man muss das Rad nicht immer gleich neu erfinden, denn die Innovation des Projekts ging von der Erfinderwerkstadt Lemgo mit dem Entwickler Addi Schulze aus, der konzeptionell vom Verein Energie- Impuls OWL unterstützt wird.

Mit dem Instrumentarium, die die regionalen Arbeitsämter zur Verfügung haben, wird daraus ein gelungenes Projekt der Beschäftigungspolitik. Die Realschule Lichtenau nutzt den fahrenden Zug, um die Idee des „Bobby-Car Solarmobil“ mit eigenen pädagogischen und didaktischen Mitteln zu verfeinern.

Die jährlichen Kosten für das Projekt belaufen sich auf 3.000 €, inklusive der öffentlichen Auftritte. Die entwickelten Fahrzeuge dienen immer auch dazu, als spielerische Schauobjekte bei Veranstaltungen sowohl als „Eye Catcher“ sowie als fahrende Demonstrationsobjekte zu dienen. Es besteht eine Dreieckspartnerschaft der Realschule Lichtenau mit den entsprechende Lehrern, die die Umsetzung und die Betreuung garantieren, den Stadtwerken Lichtenau und der Stabstelle Klimaschutz, die die finanziellen Mittel bereit stellen und der Firma Benteler AG, die den technischen Support liefern. Im Sinne „In der Region, für die Region“ brachte der verantwortliche Klimaschutzmanager die einzelnen Gruppen zusammen und koordiniert die jährlichen Treffen und Workshops.

An der Realschule Lichtenau ist eine signifikante Erhöhung der Akzeptanz für technische Berufe erfolgt. Durch den engen Kontakt mit den Partnerfirmen werden Ausbildungsverträge abgeschlossen oder aber Beteiligte an Zulieferbetriebe vermittelt. Der allgemeine Tenor ist; „wer im Bobby Car Racing Team war, zeigt Interesse, Ausdauer und technische Lernfähigkeit“. Das alles macht Jugendliche für den Arbeitsmarkt interessant und im Umkehrschluss können Firmen durch ihr Engagement punkten. Der Klimaschutzmanager der Stadt Lichtenau folgt hierbei der Devise, frei nach Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes; außer man tut es“!


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