Lichtenau E-Dorfauto - Kostenfrei mit Spaß dabei!

 
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Die Stadt Lichtenau (11.500 Einwohner) und die 100% Tochter die Stadtwerke Lichtenau unterstreichen ihren Einsatz für die Elektromobilität jetzt nicht nur durch den Verleih von Elektrobikes, die Lichtenauer Bürgerinnen und Bürgern seit 2 Jahren an Wochenenden zur Verfügung gestellt werden, sondern seit dem 1. Mai 2018 auch durch die Nutzung eines E-Golf. Eine kurze telefonische Registrierung, das Vorzeigen des Führescheins und des Personalausweises und schon kann es emissions- und kostenfrei losgehen.

Der Fuhrpark der Stadt Lichtenau mit dem angeschlossenen Bauhof und den Stadtwerken Lichtenau stellt ihren Fuhrpark sukzessive auf Elektromobile um. Das neue Mitarbeiterfahrzeug der Stadtwerke Lichtenau wird werktags zu dienstlichen Zwecken genutzt, steht aber jetzt seit dem 1. Juni 2018 an Wochenenden allen Bürgerinnen- und Bürgern kosten- und emissionsfrei zur Verfügen. Der Ausleiher holt das Fahrzeug am Freitag um 12.30 Uhr ab und bringt es am darauffolgenden Montag um 8 Uhr zurück. Auf dem Betriebsgelände des Technologiezentrums für Zukunftsenergien kann überdies kostenfrei neu getankt werden. Außerdem gibt es ein Kabel für zuhause.

Das Ziel des Projektes ist die Akzeptanzerhöhung des Themas Elektromobilität in der Bevölkerung. Bereits in den ersten 2 Monaten der Laufzeit konnten zahlreiche Testfahrer hartnäckige Vorurteile abbauen. Allgemeiner Tenor war, dass mit der Erhöhung der Reichweite und gleichzeitiger Senkung der Anschaffungskosten das E-Auto eine echte Alternative darstellt.

Das Projekt „Lichtenau E-Dorf-Auto“ ist im Klimaschutzkonzept der Stadt Lichtenaus verankert und soll der Akzeptanzerhöhung der E-Mobilität dienen. Für die Initiatoren, die Stadtwerke Lichtenau und die Stabstelle Klimaschutz, die auch den operativen Ablauf gestalten, liegt die Grundidee darin den vielfältig erzeugten Windstrom direkt in den E-Tank zu packen. Der Klimaschutzmanager der Stadt Lichtenau Günter Voß sagt dazu: „Aus unserer Sicht ist die sinnvollste, wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Lösung ein mobiler Speicher – also das Elektroauto, weil dadurch gleichzeitig klimaschädliche Verbrenner-PKW verdrängt werden“.

Die Stadt und die Stadtwerke Lichtenau setzen folgerichtig aktuell und zukünftig auf die E-Mobilität. Für Stadtwerkegeschäftsführer Hermann Dickgreber geht kein Weg an der Elektromobilität vorbei, um „klimaschädliches CO2 und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Stickoxide und Feinstaub zu vermeiden“. Der Allgemeine Vertreter der Stadt Lichtenau, Jörg Altemeier, führt weiterdazu aus: „gerade in unserer ländlichen Gegend ist Mobilität absolut notwendig und ein Elektroauto mit einer Reichweite von bis zu 250 Kilometern ist ideal für kurze und mittlere Strecken einsetzbar. Eine überwiegende Mehrheit der Testfahrer war sichtlich überrascht über das Handling, den Komfort und die rasante Beschleunigung des E-Fahrzeugs. Allen gemein war die Bemerkung beim Anlassen des E-Fahrzeugs: „Man hört ja nichts, ist das Auto denn jetzt an“?

Zwei Ereignisse kolportiert der Klimaschutzmanager jetzt schon gerne in der geringen Laufzeit. Nach der Rückgabe des E-Autos schwelgte ein hier nicht namentlich genannter junger Fahrer von der „1A-Beschleunigung“ und er könne damit auf den ersten 50 m jeden „Siebener“ versägen. Ein rüstiger Rentner will sich im stolzen Alter von 80 Jahren noch ein E-Auto anschaffen, weil er es ökonomisch (eigene Photovoltaikanlage) und ökologisch sinnvoll erachtet.

Die Stadtwerke Lichtenau haben das Fahrzeug eine E-Golf von VW mit ca. 32.000 abzüglich der E-Mobilitätsförderung erworben und nutzen das Fahrzeug werktags. In einer Art Sponsoring wird Ausleihern sowohl das E-Auto als auch der Strom kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das operative Geschäft der Registrierung und der Ausleihe teilen sich die Stadtwerke Lichtenau und die Stabstelle Klimaschutz.

Nach 2,5 Monaten Laufzeit (Stand 7/2018) kann man bereits sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg ist, denn bis Mitte Oktober 2018 sind die Ausleihwochenenden bereits ausgebucht. Andere Kommunen (z. B. Stadt Salzkotten) haben bereits ob des Procedere angefragt. Es ist wie beim professionellen Verleih eine Nutzungsvereinbarung zu unterschreiben, um auch versicherungstechnische Belange geklärt zu haben. Denkbar sind auch Registrierungen über eine App oder ein Computerportal. Davon wurde zunächst in Lichtenau abgesehen, da uns hier der persönliche Kontakt zur Bevölkerung wichtig ist und man sich dadurch auch neue Impulse für die tägliche Arbeit holt.

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