LeKoKli – Lernfeld Kommune für Klimaschutz

 
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SchülerInnen bearbeiten im Unterricht oft eher theoretische und weniger lebensweltlich bezogene Fragestellungen. Das Projekt LeKoKli möchte konkrete kommunale Fragestellungen aktiver in den unterrichtlichen Kontext einbeziehen und Schule damit für reale Prozesse in der Lebenswirklichkeit der SchülerInnen öffnen.

Gegenstand des Projekts „Lernfeld Kommune für Klimaschutz – Verknüpfung von Bildungs- und lokalen Klimaschutzprozessen“ (LeKoKli) ist die systematische Verknüpfung des schulischen Unterrichts (v.a. Sekundarstufe I und II) und außerschulischer Bildungsaktivitäten mit den kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Dabei geht es darum, die Kommune als Klimaschutz-„Lernort“ zu nutzen, die Jugendlichen an der Erstellung bzw. Fortschreibung von kommunalen Klimaschutz-, oder Quartierskonzepten zu beteiligen und sowohl kommunale Prozesse als auch Bildungsaktivitäten entsprechend mit zu gestalten. Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • das Verständnis für kommunales Klimaschutz-/ Klimaanpassungs-Management und dessen Zielkonflikten,
  • die handlungs- und alltagsorientierte Vermittlung von Klimaschutz-/ Klimaanpassung,
  • die Motivation für individuelles klimabewusstes Verhalten,
  • die Bereitschaft für bürgerschaftliches und (jugend)politisches Engagement im kommunalen Umfeld, sowie die Unterstützung der Berufsorientierung der Jugendlichen.

Die Stadt Ibbenbüren hat ein Klimaschutzkonzept im Rahmen der NKI erstellt, welches der Bildungsarbeit hohes Eigengewicht zumisst. Davon ausgehend sind die weiteren Aktivitäten in die bestehenden Strukturen der Stadtverwaltung integriert worden. Die Stadtverwaltung Ibbenbüren zeigte sich stark interessiert in Bezug auf eine Teilnahme an dem LeKoKli-Projekt, um die weiteren städtischen Gestaltungsprozesse auch im Kontext der vom Landkreis Steinfurt initiierten regionalplanerischen Projekte durch Schulen begleiten zu lassen. So plant die Stadt Ibbenbüren eine Überplanung städtischer Quartiere im Rahmen eines partizipatorischen Prozesses. Schon in der Planungsphase dieses Prozesses konnte durch die LeKoKli-Fokusgruppe unter Beteiligung von SchülerInnen und Lehrkräften von drei Ibbenbürener Schulen das grundsätzliche Interesse der Schulen an einem Partizipationsprojekt festgestellt werden. Ab Herbst 2017 hat die Stadt die ersten Beteiligungsprozesse durchgeführt, Anfang 2018 wurde eine zweitägige Schülerwerkstatt mit fast 80 SchülerInnen durchgeführt, in der Ideen und Visionen aus SchülerInnen-Sicht erarbeitet wurden, die während der Werkstattphase mit dem Landrat des Kreises Steinfurt, dem Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren sowie später mit dem Ausschuss für Umweltschutz und Energie diskutiert wurden.

SchülerInnen (und ihre Lehrkräfte) erleben den Unterricht als lebensnahe Auseinandersetzung mit lokalen Frage- und Problemstellungen. Mit diesem partizipativen Ansatz erfahren sie Selbstwirksamkeit – Schule wird ein Labor für „Lernen für das Leben“ und erfüllt damit die Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei ist es wichtig, die verschiedenen Partner (Kommunalverwaltung, Schulen, externe Partner) in Kontakt zu bringen, um Themen, Prozesse und Entwicklungen gemeinsam zu gestalten. Voraussetzung dafür ist ein regelmäßiger Austausch, um eine Transparenz und Abstimmung verschiedener bisher unzusammenhängender paralleler Arbeitsstränge zu erreichen. Die in 2017 in NRW eingerichteten BNE-Regionalzentren sind die idealen Partner, um diese Prozesse vor Ort mit zu gestalten und zu moderieren.

Das Projekt LeKoKli ist ein Pilotprojekt in mehreren Bundesländern und wird neben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in NRW durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung (SUE) anteilig gefördert.

In dem Projekt sind neben den genannten lokalen Kooperationspartnern die BNE-Agentur NRW (Natur- und Umweltschutzakademie) (NUA) sowie auf Bundesebene die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) beteiligt. Die Projektleitung besitzt das Energie- und Umweltzentrum am Deister, Springe/Niedersachsen.

Es wird angestrebt, die Erkenntnisse der Pilotphase des LeKoKli-Projektes in die Aus- und Fortbildungsgänge der Kommunalverwaltungen und die Lehrämter einfließen zu lassen und entsprechende Unterstützungsstrukturen auf zu bauen (z.B. BNE-Regionalzentren)

Die bisherigen Erkenntnisse des Projektes werden im September 2018 in einer Klimaschutzwerkstatt mit Lehrkräften, VerwaltungsmitarbeiterInnen und weiteren (möglichen) Beteiligten vorgestellt und diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am 25.09.2018 in der Natur- und Umweltschutzakademie in Recklinghausen statt. Weitere Veranstaltungen folgen in 2019.

Für weitere Informationen über das in drei Bundesländern bis April 2019 laufende Pilotprojekt schauen Sie bitte auch auf die Webseite des LeKoKli-Projektes.


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