BHKW am Borgentreicher Schulzentrum

 

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Durch ein neues BHKW kann das gesamte Schulzentrum mit Haupt-, Real- und Grundschule, Zweifach-Turnhalle und Hallenbad beheizt werden.

neue Blockheizkraftwerk (BHKW) des Schulzentrums

Gemeinsamer Knopfdruck: Bürger-
meister Bernhard Temme, Betriebsaus-
schussvorsitzender Hans- Günter Fels
und die Betriebsleiterin der Stadtwerke,
Christa Wiemers (v. l.), nahmen das
neue Kraftwerk in Betrieb
Quelle: Stadt Borgentreich

"Heute ist ein guter Tag für die Umwelt und das Portemonnaie", sagte Bürgermeister Bernhard Temme. Nach drei Monaten Bauzeit nahm der Bürgermeister der Stadt Borgentreich am 06.11.2007 das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) des Schulzentrums in Betrieb. Da die Preise für Heizöl und andere fossile Brennstoffe in den vergangenen Jahren permanent gestiegen sind, wurde die alte Anlage jetzt durch ein neues BHKW ersetzt, das mit Palmöl betrieben wird. Soja- oder Rapsöl können aber ebenso verwendet werden, so dass ein Umstieg jederzeit möglich ist.
 
Die neue Blockheizkraftwerkstechnik steht für eine umweltgerechte und Ressourcen schonende Wärmeerzeugung. Die Gesamtkosten der Erneuerung belaufen sich auf 430.000 Euro und soll sich nach Angaben der bayerischen Firma Burkhardt, die vom Borgentreicher Rat im April dieses Jahres den Zuschlag für die Baumaßnahme erhalten hatte, nach sieben Jahren rechnen.

Das BHKW wird von den Stadtwerken Borgentreich betrieben. Die Stadt hofft auf einen jährlichen Gewinn der Stadtwerke in Höhe von 15.000 Euro durch die Vergütung der elektrischen Energie, die im BHKW zusätzlich produziert und ins Stromnetz eingespeist wird. Diese Vergütung ist auf 20 Jahre festgeschrieben. Die Anlage hat eine elektrische und thermische Leistung von 240 Kilowattstunden. Die Heizkosten der Bördestadt lassen sich damit um 65.000 auf 95.000 Euro reduzieren und es werden zukünftig jährlich 285 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Durch das neue BHKW kann das gesamte Schulzentrum mit Haupt-, Real- und Grundschule, Zweifach-Turnhalle und Hallenbad beheizt werden. Für die Unterbringung der Anlage wurde an der Nordseite der Hauptschule ein Anbau errichtet. Der Tank für das Pflanzenöl (50.000 l) wurde vor dem neuen Anbau in der Erde versenkt.

Die vorhandenen Spitzenlastkessel werden weiterhin genutzt und sind teilweise modernisiert worden. Ferner wurde eine neue Fernwärmeleitung zwischen Hallenbad und Realschule gelegt. Die zusätzlich notwendigen Arbeiten sind an Unternehmen im Stadtgebiet vergeben worden. Nur Maßnahmen für die Regelungstechnik sowie die Lieferung des BHKW's mit Tank führten auswärtige Firmen aus.
Im Übrigen darf nicht vergessen werden, dass es sich bei Inbetriebnahme des BHKW's um eine Maßnahme aus dem laufenden eea®-Projekt handelt, die mit dem zuständigen eea®-Berater Herrn Dipl.-Ing. Reiner Tippkötter von der Firma infas Enermetric aus Emsdetten entwickelt wurde.
„Ihre intensiven Bemühungen um den Europäischen Energiepreis (European Energy Award®), setzt die Stadt Borgentreich mit diesem Projekt weiter um“, sagte Dieter Stromberg, der in der Bördestadt zuständiger Energieteamleiter.

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