Der Energiepfad

 

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Der Grevenbroicher „Energiepfad“ führt an den Stätten traditioneller und moderner Energiegewinnung vorbei.

Auf einer Strecke von über 20 Kilometern können Radfahrer und Wanderer - weitgehend vom Autoverkehr getrennt - die Energielandschaft erleben.

Der Energiepfad ist als Rundweg angelegt, so dass an jeder beliebigen Stelle eingestiegen werden kann. Der beschilderte Weg verbindet mehrere Bahnhöfe und Parkplätze und führt über neun Punkte mit Infotafeln. Es geht durch landschaftlich reizvolle Bereiche - zum Teil entlang der Erft - zu den einzelnen Stationen der Energiegewinnung. Besonders interessant ist das Braunkohlewäldchen, in dem Pflanzen angesiedelt wurden, aus denen vor 30 Millionen Jahren durch Moorbildungen die Braunkohle entstand. Sehr beeindrucken ist der Blick in den Braunkohletagebau, der die riesigen Dimensionen der Braunkohlenförderung veranschaulicht. Weitere Stationen sind rekultivierte ehemalige Braunkohlefördergebiete. Sie dienen heute der Landwirtschaft aber auch der Naherholung, wie der Neurather See, das Elsbachtal und der Segelflugplatz auf der Gustorfer Höhe. Von der in den letzten Jahren entstandenen Gewinnung regenerativer Energien zeugen die Windenergie-Anlagen auf der Vollrather Höhe und das Windtestfeld auf der Frimmersdorfer Höhe. Die Route führt auch vorbei am ADAC-Fahrsicherheitszentrum, einer Neuansiedlung im rekultivierten Braunkohletagebau.

Die Idee zum Energiepfad entstand im Vorfeld der EUROGA 2002plus, die zweite Regionale desLandes Nordrhein-Westfalen. Regionalen dienen der nachhaltigen Entwicklung der Natur- und Kulturräume einer Region und werden durch das Land NRW initiiert und gefördert.  Man suchte nach einer Möglichkeit, die Geschichte der Energiegewinnung in Grevenbroich vom Braunkohlestandort bis hin zur erneuerbaren Energieerzeugung aufzuzeigen. Ein Rundweg ist die ideale Lösung um Geschichte vor Ort erlebbar zu machen, die Ausgestaltung als Wander- bzw. Radweg unterstreicht den umweltfreundlichen Charakter des Projektes.

In Workshops, an denen Vertreter der Stadt, der EUROGA sowie der beteiligten Energieversorger teilnahmen, wurde die Idee des „Energiepfads Grevenbroich“ konkretisiert und schließlich in der Verwaltung umgesetzt. Der Festlegung der Route folgten der Entwurf von Tafeln mit Informationen zu den verschiedenen Energieformen und die Erstellung einer Broschüre mit den genauen Karten zur konkreten Planung.

Ein großes Plus in der Umsetzung des Projektes stellte die Zusammenarbeit aller Beteiligten dar. Energieträger, Verwaltung, Politik und die EUROGA-Verantwortlichen tragen das Projekt gemeinsam. Ein Grund, weshalb sich das lehrreiche Ausflugsziel so großer Beliebtheit erfreut. In Zusammenarbeit mit dem ADFC wurden von der Stadt Grevenbroich bisher schon einige Fahrradtouren organisiert und durchgeführt. Auch nach der Euroga wird daher das Projekt weitergeführt: die Route ist in das landesweite Radewegenetz integriert.


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