Energiesparend fahren lernen bei der ÜSTRA in Hannover

 

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Seit 2004 werden bei der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG Schulungen aller Fahrer zu vorausschauender, energiesparender Fahrweise durchgeführt. Die Schulungen erfolgen unternehmensintern und werden jährlich aufgefrischt ...

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

Bei der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, dem Verkehrsunternehmen in Hannover mit zwei Betriebshöfen, 59 Bus-Linien mit 700 Kilometern Länge und 138 Omnibussen, werden seit 2004 Schulungen aller Fahrer zu vorausschauender, energiesparender Fahrweise durchgeführt. Die Schulungen erfolgen unternehmensintern und werden jährlich aufgefrischt. Alle Auszubildenden und Neueingestellten erhalten ebenfalls eine Fahrschulung. Zusätzlich wurden 25 im Linienbetrieb eingesetzte Fahrzeuge mit Kraftstoffverbrauchsanzeigen ausgestattet, um an das Erlernte zu erinnern und die Einsparungen stabil zu halten.

Die üstra-Flotte verbraucht im Schnitt drei Prozent weniger Kraftstoff als vor Einführung des Programms „Wirtschaftliches Fahren“ im Jahr 2003. „Das sind allein 2006 rund 352.000 Kilogramm Kohlendioxid, die wir der Umwelt erspart haben", sagt Jens Ernsting, Umweltmanager der üstra. Oder anders ausgedrückt: 55.000 Liter Gas und 75.000 Liter Diesel, die nicht getankt werden mussten. Sie erzielen ein Plus von 112.500 Euro für die Hannoverschen Verkehrsbetriebe.

Darüber hinaus führt das wirtschaftliche Fahren auch zum Stressabbau für den Fahrer, zu einem höheren Fahrkomfort für die Kunden durch geschmeidigeres Anfahren und Abbremsen der Busse, wie auch zu einer längeren Lebenszeit von Verschleißteilen, vor allem der Kupplungen und Bremsen.

Um das eigene Fahrpersonal, aber auch Berufskraftfahrer ande­rer Unternehmen zu unterrichten, gründete die üstra 2008 eine Fahrer-Akademie. Die Aus- und Weiterbil­dungsmaßnahmen umfassen Themen wie Fahrgastsicher­heit und Gesundheit, wirtschaftliches Fahren sowie Fahr­technik und Fahrsicherheit. Die Schulungen werden von der üstra ausgebildeten Eco-Trainern durchgeführt und entsprechen den Anforderungen der EU an die Qualifika­tion und Ausbildung von Fahrpersonal.

Mit dem Einsatz eines Hybridbusss seit Juli 2008 geht die üstra in Sachen umweltfreundlicher Mobilität einen weiteren Schritt. Die Region Hannover, die den Kauf des 470.000 Euro teuren Busses mit insgesamt 80.000 Euro bezuschusst, und die Verkehrsbetriebe versprechen sich vom Fahrzeug des Typs „Solaris Urbino 18“ einen geringeren Kraftstoffverbrauch und einen deutlich reduzierten Schadstoffausstoß. „Die üstra setzt damit ein Zeichen, dass es ihr mit dem Klimaschutz ernst ist“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Wir brauchen neue Technologien, um die Atmosphäre zu schützen und unseren Lebensraum zu bewahren.“ – Der Hy­bridbus wird zunächst ein Jahr lang getestet.


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