Erdwärme versorgt Straßenbahnweiche

 

Kommunendaten
Projektdaten
Kontakt

Um Bahnsteig und Weiche im Winter schnee- und eisfrei zu halten, werden am Riegelplatz in Dresden eine Gleisschleife, sowie zwei Haltestellen mit Erdwärme beheizt.

Waerme fuer die Weiche

Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe

Die Nutzung von Erdwärme für das Beheizen von öffentlichen Bodenflächen ist nicht mehr neu. Bahnsteige und Straßenbahnweichen mit alternativen Energiequellen zu versorgen, allerdings schon: 2004 entstand bei der Stadtbahnverlängerung am Riegelplatz in Dresden eine Gleisschleife, die mit zwei Haltestellen versehen als neuer Endpunkt von Bahn und Bussen dient. Um Bahnsteig und Weiche im Winter schnee- und eisfrei zu halten, werden beide als erste in Deutschland mit Erdwärme beheizt.

Die Geothermieanlage arbeitet mit vier Erdwärmesonden, die in 90 Meter Tiefe einzementiert sind. Der technische Ablauf der Anlage ist folgender: Gasförmiges Pro­pan von drei bis zehn Grad Celsius steigt in den Erdwärmesonden auf, gibt die Wärme in einem Heizrohr an der Weiche ab, kühlt dabei ab und läuft wieder in die Tiefe, wo es sich erneut erwärmt.

Die Erdwärmesonden sind in der Anschaffung zwar teurer als herkömmliche Weichenheizungen, im Betrieb aber wesentlich preiswerter, da sie fast ohne Wartung auskommen und keinen Strom verbrauchen. Durch die Anlage werden jährlich rund 8.000 Kilowatt-Stunden Energie eingespart. Das sind 5,3 Tonnen Kohlendioxid, die jährlich weniger in die Atmosphäre gelangen.

  Publikationen

Druckversionzur Startseite

Logo eea

Projektstand 2008

© Bundesgeschäftsstelle European Energy Award