Energieeffiziente Beschaffung in Viernheim

 

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Mit der Beschaffung von energieeffizienten Bürogeräten trägt die Stadt Viernheim zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen bei ...

Seit 1994 trägt die Stadt Viernheim die Auszeichnung „Brundtland-Stadt“ und ist damit die erste Energiesparstadt Hessens gewesen. 1999 hat Viernheim mit der Einstellung eines Ener­giebeauftragten ein kommunales Energiemanagement eingeführt und konnte ihre Kohlendioxidemis­sionen bis 2002 gegenüber dem Basisjahr 1990 um rund 17 Prozent senken. Mit der Beschaffung von energieeffizienten Bürogeräten trägt die Stadt zur weiteren Umsetzung von Energiesparmaßnahmen bei.
 
Viernheim strebt in ihrem Leitbild eine Entwicklung an, die auf nachhaltige Umweltnutzung und auf die Erhaltung der Vielfalt der Natur setzt. Demzufolge hat sie ihre Beschaffung vor vier Jahren auf Kriterien der Umwelt- und Energieeffizienz ausgerichtet. „Alle Beschaffungen werden auf Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz geprüft und beides wird in Ausschreibungen als Entscheidungskriterium neben dem Preis festgelegt“, erklärt Volker Klein, Abteilungsleiter Einkauf. „Mit dem Energiehandbuch, das 2007 vom Rat der Stadt verbindlich auch für Eigenbetriebe und die Stadtwerke GmbH unter anderem die Energieeffizienz bei der Beschaffung festlegt, ist ein weiterer Schritt zur umweltverträglichen Beschaffung erfolgt.“
 
Eine wachsende Bedeutung gewinnt der Einkauf von Personalcomputern, Monitoren, Druckern, Kopieren und Faxgeräten, die nach den Kriterien der Gütesiegel Energy Star, Blauer Engel oder TCO eingekauft werden. TCO beispielsweise beinhaltet nicht nur Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder, sondern definiert auch Ergonomie und Emissionen. Drucker etwa müssen Kriterien auch zu Staub- und Ozonemissionen erfüllen. Zudem dürfen keine FCKWs oder chlorierte Lösungsmittel verwendet werden; verbaute Teile dürfen nicht bromhaltig sein. Zur Entsorgung der Geräte muss der Hersteller einen Vertrag mit einer Recyclingfirma abschließen.
Allein durch den Neukauf von 230 energieeffizienten Bürogeräten, 2004, spart die Stadt seither jährlich 7.500 Kilowattstunden Strom und 5.000 Kilogramm Kohlendioxidemissionen ein. Bei einem Strompreis von damals 0,13 Euro pro Kilowattstunde entspricht dies einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 1.000 Euro. „Der positive Trend hat sich über die vergangenen Jahre fortgesetzt“, betont Volker Klein. Und seine Erfahrungen innerhalb der Kommunalverwaltung fasst er folgendermaßen zusammen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Thema Beschaffung in den Köpfen der Mitarbeiter verankert und akzeptiert sein muss, um auf allen Ebenen einer Kommunalverwaltung zu funktionieren.“
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