Der Erdwärme-Check

 
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Seit dem Jahr 2005 fördert die Stadt Oberhausen die Nutzung oberflächennaher Erdwärme zur Beheizung von Gebäuden. In den vergangenen Jahren konnten mithilfe dieser Beratungsleistung rund 100 Projekte im gesamten Stadtgebiet unterstützt werden ...

Mithilfe der Software GeoThermie 2.0 des Geologischen Dienstes NRW ist die Stadt in der Lage, einen sog. „Erdwärme-Check" durchzuführen und dadurch fundierte Aussagen bezüglich der optimalen Standortverhältnisse für eine oberflächennahe Erdwärmenutzung bis zu einer Tiefe von 100 Metern zu treffen. Einzelne Schichten-verzeichnisse geben dabei Aufschluss über die geothermische Ergiebigkeit der Bodenschichten in der untersuchten Region (siehe Abbildung). Dieses Angebot der kostenlosen und neutralen Bewertung des vorhandenen Potentials für eine Erdwärmenutzung wird von den Oberhausener Bürgern aktiv nachgefragt.
   
Von den immer wieder eingehenden Bürgeranfragen erfüllen erfahrungsgemäß allerdings nur etwa 20 bis 30 Prozent der Gebäude die notwendigen Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftliche Wärmepumpennutzung, wie z.B. eine niedrige Vorlauftemperatur des Heizsystems und ein saniertes Haus oder Neubau mit ausreichend niedrigem Heizwärmebedarf. Für die geeigneten "Kandidaten" werden nach einem beratenden Gespräch die geothermischen Gegebenheiten der Grundstücke geprüft. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in einem abschließenden Gespräch den Grundstückseigentümern vorgelegt und durch die zusätzliche Ausgabe eines Infopakets zum Thema Wärmepumpen ergänzt. Die Entscheidung zur Realisierung liegt allein bei den Grundstückseignern, die Stadt gibt nur eine Beratungsleistung und ist weiterhin als Untere Wasserbehörde für die Erlaubnisse bzw. Anzeigen zur ordnungsgemäßen Errichtung der Anlagen zuständig.

Seit dem Jahr 2005 informiert die Stadt Oberhausen über die Nutzung oberflächennaher Erdwärme zur Beheizung von Gebäuden. In den vergangenen Jahren konnten mithilfe dieser Beratungsleistung über  100 Projekte im gesamten Stadtgebiet unterstützt werden.

Da die Kampagne der Stadt Oberhausen in erster Linie der Information interessierter Hausbesitzer dient, werden diese nicht nur an das Thema Erdwärme herangeführt, sondern auch an allgemeine Belange der energetischen Sanierung ihres Gebäudes. Allen Altbaubesitzern wird deshalb z.B. im Hinblick auf die energetische Gebäudeuntersuchung die Verbraucherzentrale als Kooperationspartner in Oberhausen empfohlen. 

Diese Kampagne der Stadt soll insgesamt dazu beitragen, dass die Wärmepumpentechnik nur dort eingesetzt wird, wo die Voraussetzungen für einen wirtschaftlich-effizienten Betrieb erfüllt werden. Etwaigen Fehlinvestitionen in Bezug auf den Einsatz von Wärmepumpen soll damit von Beginn an entgegengewirkt werden. Auf diese Weise können im gesamten Stadtgebiet Oberhausen Heizkosten langfristig reduziert und ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. 

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