Kommunales Energiemanagement in Unna

 
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Im Jahr 1993 wurde für alle städtischen öffentlichen Gebäude in Unna das Kommunale Energiemanagement (KEM) eingeführt und das Ziel gesetzt, den Energie- und Trinkwasserverbrauch des Jahres 1993 mindestens zu halbieren. Das Ziel wurde in den zurückliegenden dreiundzwanzig Jahren auch erreicht und teilweise deutlich überschritten.


 

Im Herbst 1993 wurde für alle städtischen öffentlichen Gebäude (etwa 300) in Unna das Kommunale Energiemanagement eingeführt, kurz KEM genannt.
 
KEM hat sich zum Ziel gesetzt, den Energie- und Trinkwasserverbrauch des Jahres 1993 mindestens zu halbieren. Hierdurch soll ein Beitrag zur Umweltentlastung geleistet werden und die laufenden Ausgaben für Heizwärme, Strom und Wasser sollen nachhaltig verringert werden.

KEM hat das so genannte 5-Säulen-Modell entwickelt. Darunter versteht man das Zusammenspiel der fünf Kernbereiche (Controlling, Motivation, Tarifwesen, Optimierung, Modernisierung), in denen jeweils unterschiedliche Strategien zur Energieeinsparung verfolgt werden.
    
Die Ergebnisse der Arbeit werden in den Energieberichten der Stadt jährlich fortgeschrieben und veröffentlicht.

Auf die jährliche Ausarbeitung des städtischen Energieberichtes wird seit 2008 aus Zeitgründen verzichtet. Die Energiekennzahlen der größeren Verbrauchsstellen werden jährlich aktualisiert und im Internet veröffentlicht. Im Anhang der jährlichen Veröffentlichung wird ein Ranking der Energiekennzahlen in Abhängigkeit von den Verbräuchen gezeigt.

Die Arbeit des Kommunalen Energiemanagements wird in der bewährten Form, des fünf Säulenmodells, fortgeführt.

Mit dem Projekt konnten, an den städtischen öffentlichen Gebäuden, erhebliche Einsparungen im Bereich der Energie- und Wasserverbräuche erzielt werden. Es ist gelungen die städtischen Energiekosten, trotz erheblicher Preissteigerungen bei den einzelnen Energieträgern, noch unter dem Niveau von 1993 zu halten (1993 > 2,3 Mio € / 2015 > 2,1 Mio €). 

In den Jahren von 1993 bis einschl. 2007 konnte der Energie- und Wasserverbrauch in den von KEM betreuten Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen deutlich reduziert werden. So sank der Energieverbrauch für die Beheizung um 40,7 Prozent witterungsbereinigt (bis einschl. 2015 um 52,5 %), absolut sogar um 49,9 Prozent (bis einschl. 2015 um 57,6 %). Der Stromverbrauch sank um 32,7 Prozent (bis einschl. 2015 um 44,2 %), der Wasserverbrauch um 69,1 Prozent (bis einschl. 2015 um 76,4 %).

Die Ausgaben für Energie und Wasser gingen trotz zum Teil erheblicher Preissteigerungen von 2,3 Millionen Euro im Jahre 1993 auf etwas mehr als 2,0 Millionen Euro im Jahre 2007 zurück. Im Jahr 2015 betrugen die städtischen Energiekosten 2,1 Millionen Euro. Dies bedeutet, dass Preiserhöhungen bei den einzelnen Energieträgern vollständig, durch Einsparungen, aufgefangen werden konnten.

KEM hat damit bisher eine Bruttoeinsparung von 8,1 Millionen Euro und nach Abzug von Investitionen in Höhe von circa 2,2 Millionen Euro eine Nettoeinsparung von 5,9 Millionen Euro bewirkt. Im Jahr 2015 liegen die kumulierten Einsparungen weit über 10 Millionen Euro.
  
Im Jahr 2007 konnte die Einsparquote der Kohlendioxid-Emissionen an den Unnaer Liegenschaften auf mehr als 40 Prozent erhöht werden. Witterungsbereinigt beträgt sie 41,6 Prozent und absolut liegt sie bei 47,3 Prozent. In 1993 betrug der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß der städtischen Gebäude 13.740 Tonnen, in 2007 hat sich diese Menge um 5.717 Tonnen reduziert. Der Kohlendioxid-Ausstoß des Jahres 2007 betrug nur noch 8.024 Tonnen. Seit 1993 konnte durch die Arbeit von KEM in Unna unsere Umwelt um 51.665 Tonnen Kohlendioxid entlastet werden. Dies sind mehr als 2.050 Lastwagenladungen. Die Bilanzierung wurde nach 2007 nicht weitergeführt.


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