Einsparcontracting für kleine und mittlere Kommunen am Beispiel Lörrach

 

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Mit dem Projekt Interkommunales Einsparcontracting IKEC wird erstmals der Versuch unternommen, für kleinere und mittlere Kommunen Energieeinsparcontracting zu implementieren.

Mit dem Projekt Interkommunales Einsparcontracting IKEC wird erstmals der Versuch unternommen, für kleinere und mittlere Kommunen Energieeinsparcontracting zu implementieren. Durch die Bildung eines Gebäudepools von mehreren Städten und Gemeinden soll ein ausreichendes Einsparpotential für das Zustandekommen eines Energieeinsparcontractings erreicht werden. Das Contracting soll dabei für den Contractor lukrative und weniger lukrative Maßnahmen zu einem sinnvollen Gesamtpaket verbinden. Die Städte/Gemeinden Lörrach, Weil am Rhein und Denzlingen sowie das Landratsamt Lörrach haben das Projekt entwickelt.  

In einem ersten Schritt wurden von den Projektteilnehmern die Verbrauchssituationen der jeweiligen öffentlichen Gebäude ausgewertet und für das Contracting geeignete Gebäude detailliert untersucht. Die externe Begleitung des Projektes erfolgt durch die Klimaschutz- und Energie-Agentur Baden-Württemberg (KEA), Karlsruhe. Die KEA ist eine fünfzigprozentige Tochter des Landes Baden-Württemberg und berät mit der Erfahrung zahlreicher Projekte Kommunen unter anderem bei der Umsetzung von Contractingprojekten. Der Kostenaufwand für die externe Begleitung ist vollständig durch die Förderung aus dem Innovationsfonds des regionalen Energieversorgers badenova gedeckt.

Im Rahmen der Umsetzung wurden beispielsweise am Schulzentrum Rosenfels in Lörrach folgende Maßnahmen durchgeführt:

-        Einbau einer Holzhackschnitzel-Anlage mit 900 Kilowatt

-        Bau eines neuen Heizhauses mit Hackschnitzelsilo

-        Errichtung eines Nahwärmeverbunds für 5 städtische Liegenschaften

-        Installation von zwei Photovoltaikanlagen mit insgesamt 44 Kilowattpeak

-        400 neue Leuchten

-        Aufbau einer Gebäudeleittechnik

-        Erneuerung eines Warmwasserspeichers

Hierbei sichert der Contractor Siemens Building Technologies GmbH & Co. oHG der Kommune bei einer Laufzeit von 16 Jahren eine garantierte Einsparung von 159.768 Euro/Jahr zzgl. MwSt. zu. Die Investitionskosten betragen insgesamt 2.616.288 Euro zzgl. MwSt..

Aus Sicht von Bürgermeisterin Marion Dammann hat sich das Energie-Einspar-Contracting gelohnt:„Der besondere Charme des Energie-Einspar-Contractings besteht darin, dass wir trotz geringer Investitionsmittel Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Sanierung öffentlicher Gebäude umsetzen können und sich diese durch die eingesparten Energiekosten selbst finanzieren.“  

Im Februar 2009 soll eine Broschüre erscheinen, in der das IKEC sowie die Erfahrungen aus dem Projekt zusammengefasst sind.

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