Das Parkraumkonzept der Wartburgstadt Eisenach

 

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Im Verkehrsentwicklungsplan Innenstadt der Wartburgstadt Eisenach sind Grundsatzlösungen vorgeschlagen bzw. Planungs­fragen aufgeworfen worden, die in nachfolgenden Planungsschritten zu überprüfen bzw. zu beantworten sind.

Die flächenmäßig große und historisch wertvolle Innenstadt Eisenachs zeigt viel urbanes Leben in historischer Umgebung. Sie ist dem Grunde nach zu Fuß und mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar, zeichnet sich durch hohe Bebauungsdichte, vielfältige Nutzung und Funktionsmischung aus. Alle Vorhaben sind deshalb nach wie vor darauf ausgerichtet:

  • Die Erreichbarkeit der Innenstadt für Fußgänger, Radfahrer und für den Busverkehr weiter zu verbessern,
  • Den Liefer- und Andienungsverkehr sicherzustellen,
  • Den Bewohnern annehmbare Alternativen in der Nutzung des privaten Kraftfahrzeuges anzubieten.

Dies kann in der vorhandenen städtebaulich-verkehrlichen Struktur der Innenstadt nur in einem Nebeneinander der Verkehrsarten erfolgen. Es erfordert, flächendeckend verkehrsberuhigende Maßnahmen einzuführen, denen ein Verkehrsführungs- und Parkraumkonzept unterlegt ist, die aufeinander abgestimmt und in „Maß und Zahl“ diese Anforderungen erfüllen und keine konkurrierenden Wirkungen hervorrufen dürfen.

Aus diesem Grund wurde vereinbart, aufbauend auf dem vorliegenden Verkehrsentwicklungsplan Bereich Innenstadt der Stadt Eisenach, den Abschnitt Ruhender Verkehr zu beplanen.

Aufgabe Parkraumkonzept

Es ist für die Innenstadt von Eisenach ein stadtmaßstäbliches, nutzerfreundliches, zeitgemäß modernes und die beabsichtigte Entwicklung der Stadt förderndes Parkraumkonzept zu entwickeln. Dabei sind folgende Planungsfragen zu klären:

  • Wie sind das vorhandene Parkraumkonzept in der Innenstadt, die bestehende Parkraumbewirtschaftung und das Stellplatzangebot zu beurteilen?
  • Stimmt die vorliegende Stellplatzbilanz überhaupt sowie auch differenziert nach den Bedarfswerten der Nutzergruppen? Wo und in welchem Ausmaß bestehen Defizite und Nachteile?
  • Wo und wie sind bezogen auf das derzeitige Verkehrskonzept Maßnahmen erforderlich?
  • Wie sind Maßnahmen zu gestalten, zu regeln und zu dimensionieren, damit sie auch zum zukünftigen Verkehrskonzept der Innenstadt passen?
  • Wo und wie kann bzw. in welchem Umfang muss Ersatz geschaffen werden, wenn heute vorhandene Stellplätze anderweitig genutzt werden?
  • Welches Konzept zur Parkraumbewirtschaftung ist einzurichten, damit die verkehrlichen und stadtentwicklerischen Ziele und eine wirtschaftliche Betreibung erreicht werden? Welche Planungs- Zeitstufen sind zu berücksichtigen? Wie, wo und in welchem räumlichen und zeitlichen Bereich sind Parkgebühren sinnvoll und wie sollten diese gestaffelt werden?

Bereits in früheren Planungen, so auf der Grundlage des Verkehrsentwicklungsplanes 1994, sind Konzepte und Maßnahmen für den ruhenden Verkehr entwickelt worden. Im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan Innenstadt, Stand November 2001, sind Grundsatzlösungen vorgeschlagen bzw. Planungs­fragen benannt, die in nachfolgenden Planungsschritten zu überprüfen bzw. zu beantworten sind. Die sich daraus ergebenen offenen Fragen für den Ruhenden Verkehr waren:

  • Unterbringung des Parkplatzbedarfes für den Einkaufs- und Erledigungsverkehr, z.B. in Parkierungsanlagen,
  • Stellplätze für Besucher / Tourismus, auch Stellplätze für Busse,
  • Parkvorrechte für Bewohner,
  • Stellplatzangebote für Beschäftigte der Innenstadt,
  • Bewirtschaftung des Parkraumes.

Das Projekt ist ein gutes Beispiel, wie für kleinere Innenstadtquartiere ein konzeptionelles Parkleitsystem, methodisch  bearbeitet und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können.

Für das Jahr 2018 ist zur weiteren Umsetzung des Konzeptes ein Parkhaus im Parkbereich Ost geplant. Das neue Parkhaus befindet sich in direkter bahnhofsnähe und am Beginn der Einkaufsinnenstadt mit über 600 Stellplätzen.

Eine weitere Überlegung ist, ein Kurzzeitparken im Bereich von Geschäftsstraßen in der Innenstadt zu entwickeln, damit soll der Ruhende Verkehr, über eine Stunde, stärker in Parkhäuser konzentriert werden.

Die Stadt Eisenach plant in den kommenden Jahren eine Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans.

 

Träger und Akteuere
Stadt Eisenach, Amt für Stadtentwicklung, Abteilung Stadtplanung

Zielgruppe
Anlieger, Gäste im Quartier, Tourismus, Einkaufs- und Lieferverkehr

Bisher wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Neubau des Parkhauses “Am Markt“ mit über 250 Stellplätzen im Jahr 2009
  • Einführung eines überwiegend flächendeckenden Anwohnerparkens in der Innenstadt und damit auch weniger Parksuchverkehr durch freie Kapazitäten.
  • Einführung moderner Bezahlungssysteme, wie z.B.: PARKCARD, Handy-Parkticket.
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