Energiezelle

 
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Die Technische Werke Friedrichshafen GmbH treiben den sukzessiven Ausbau der Kraftwärmekopplung voran und nahmen eine auf Brennstoffzellentechnologie basierende Anlage zur Nahwärmeversorgung in Betrieb.


 

Das Stadtwerk am See hat Möglichkeiten zur stärkeren Nutzung von KWK Potentialen in Friedrichshafen untersucht. Eine davon ist die Aufstellung einer Brennstoffzelle und die Verwendung der erzeugten Wärme bei der Rolls-Royce Power Systems AG (ehemals MTU Friedrichshafen). Gemeinsam setzten das Stadtwerk am See (ehemals Technische Werke Friedrichshafen) und die Rolls-Royce Power Systems AG das Projekt um und nahmen am 16. Juni 2008 die Anlage in Betrieb. Hersteller der Brennstoffzelle ist MTU Onsite Energy aus Ottobrunn. Im Jahr 2013 wurde die Brennstoffzelle gegen ein BHKW und eine Absorptionskältemaschine ausgetauscht. 

Die von den damaligen Technischen Werken Friedrichshafen in Auftrag gegebene Brennstoffzelle befand sich in einem 50 Quadratmeter großen ansprechenden Technikgebäude mit einer Glasfront zur Straßenseite. Die neue Energiezelle befindet sich im gleichen Gebäude, lediglich die Technik wurde ausgetauscht. Eine Anzeigetafel visualisiert die Energieerzeugung und die Kohlendioxid-Einsparung.

Das neue BHKW hat eine elektrische Leistung von 112 kW bei einer thermischen Leistung von 184 kW. Der Gesamtjahresnutzungsgrad beträgt über 85 %. Zusätzlich wird über die Absorptionskältemaschine im Sommer mit einer Leistung von 105 kW Kälte erzeugt, welche zur Klimatisierung eines naheliegenden Bürogebäudes eingesetzt wird.

Neu und innovativ ist die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in ein und demselben technischen Gebäude und zusätzlich der Veranschaulichung durch die Präsentation der Anlagentechnik über die Glasfront. Des Weiteren hat die gemeinsame Umsetzung durch das Stadtwerk am See und die Industrie Pilotcharakter für weitere Projekte dieser Art. Mit der Energiezelle soll untersucht werden, ob nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten eine Kälteerzeugung aus BHKW-Wärme für Bürogebäude sinnvoll ist. Insbesondere das Verhalten in den Übergangsjahreszeiten.

Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf ca. 650.000 €. Die Anlage wird als klassisches Contracting betrieben, wobei das Stadtwerk am See die Anlage betreibt und die Wärme und Kälte an Rolls-Royce verkauft. 

Das Stadtwerk am See GmbH & Co kooperiert mit Rolls-Royce Power Systems AG (Standort der Energiezelle). 

Neu und innovativ ist die gemeinsame Umsetzung durch TWF und Wirtschaft. Die enge Zusammenarbeit mit einem Friedrichshafener Großunternehmen verstärkt die Partnerschaft der TWF mit der heimischen Industrie.

Durch die gekoppelte Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte können jährlich ca. 140 t CO2-Äquivalent eingespart werden. Im Vergleich zu einer konventionellen Erzeugung der Energie entspricht dies einer Einsparung von ca. 65 %

Jährlich werden auf diese Weise ca. 350 MWh elektrische und 650 MWh thermische Energie sowie die Kälte für die Gebäudeklimatisierung klimaschonend erzeugt.

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